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Die Sage von der Rabsburg Die Sage von der Rabsburg

Schatzgräber hätten oft an dem Ort ihr Glück versucht, ja einige hätten ihre Gier nach den von Geistern behüteten
Gütern mit dem baldigen Tode büßen müssen.

Das Blasen des gespenstischen Burgtrompeters und sein Rufen soll man noch vor wenigen Jahrzehnten in gewissen
Nächten bis nach dem mehr als eine halbe Stunde entfernt liegenden Schleifreisen vernommen haben. Um Mitternacht durchirrten dort Ritter, die wegen begangener Untaten keine Ruhe im Grabe fanden, der Sage nach den finsteren Wald.

Ein weißes Fräulein spielt im Sagenkranz eine Rolle. Sie füllte am hellen Mittag einem armen, alten Mütterchen, das im Wald Holz suchte, den Korb mit weißen Spänen, die auf dem Heimweg so schwer wurden, dass das Mütterchen sie alle
nach und nach wegwarf. Daheim entdeckte es, dass die wenigen Überreste im Korb pures Gold geworden waren.

Bollberger Burschen, die um Mitternacht vom Tanz in Albersdorf heimkehrten, und im Übermute das weiße Fräulein riefen, wurden von ihm ein dunkles Gewölbe geführt und mit Wein erquickt, dessen Wohlgeschmack und Feuer sie nicht genug rühmen konnten.

Ein Jägerbursche aus Ascherhütte hatte gehört, ein weißes Reh wäre auf dem Rabsberg gesehen worden. Nach dem stand sein Sinn, immer wieder zog es ihn, wie mit unsichtbaren Fäden nach dem unheimlichen Ort.


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